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Kommentar: Nachhaltige Geldanlagen - Steiniger Weg zum Mainstream

Pressemitteilung vom
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Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) veröffentlicht heute seinen Marktbericht 2018.

Ulrike Brendel, Leiterin des Bereichs Nachhaltige Geldanlagen bei der Verbraucherzentrale Bremen sagt hierzu:

„Der Marktbericht des FNG macht deutlich, dass es ganz unterschiedliche Ansätze bei den Finanzmarktakteuren gibt, eine nachhaltige Anlagestrategie zu definieren. Eine Vergleichbarkeit wird dadurch erschwert. Überhaupt ist der Markt für nachhaltige Geldanlagen für Anlegerinnen und Anleger unübersichtlich und es fällt schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Doch das könnte sich bald ändern. Die EU-Kommission hat sich das Thema Sustainable Finance auf die Fahnen geschrieben und möchte hierzu ein umfassendes Regulierungs- und Maßnahmenpaket umsetzen. Ein wichtiger Aspekt wird die genaue Definition von Kriterien für klimafreundliche und ökologische Investments sein. Auch ein Umweltlabel für Finanzprodukte ist im Gespräch. So sollen zukünftig Greenwashing verhindert und Anlegerinnen und Anlegern die Vergleichbarkeit und die Auswahl erleichtert werden.

Es wird höchste Zeit für solche Standards. Die Verbraucherzentrale Bremen fordert seit vielen Jahren einen Mindeststandard für ethisch-ökologische Geldanlagen. So lange es diesen nicht gibt, sind auch die vom FNG vorgelegten Marktzahlen mit Vorsicht zu genießen.“

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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